Gesundheitsbewusstsein

Gegen Lungenkrebs zu kämpfen lohnt sich

Lungenkrebs ist weltweit die am häufigsten diagnostizierte Krebsart. Täglich sterben 4'000 Menschen an der Krankheit.

28. June 2021

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Den Kampf aufnehmen

Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs fühlen sich oft stigmatisiert. Sie schämen sich, haben Angst und fühlen sich allein. Es ist wichtig zu wissen, dass alle Patienten Mitgefühl und Unterstützung von Angehörigen, medizinischen Fachpersonen und der gesamten Gesellschaft verdienen.

Das Lungenkrebs-Stigma kann Patienten dazu verleiten, dass sie…

die Behandlung verzögern oder ablehnen

… es vermeiden, anderen von ihrer Diagnose zu erzählen.

… zögern, um Hilfe zu bitten.

Obwohl Lungenkrebs so häufig vorkommt, gibt es immer noch viele falsche Vorstellungen über die Erkrankung. Rauchen ist zwar eine der Hauptursachen, es gibt aber noch eine Reihe anderer Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, erhöhen können.

Korrekte Informationen sind ein wichtiger erster Schritt zum Verständnis Ihrer Diagnose und im Kampf gegen den Krebs:

  • Weltweit wird geschätzt, dass 25% der Lungenkrebspatienten nie geraucht haben.
  • Umweltfaktoren wie die Belastung mit Radon, Asbest und Luftverschmutzung können zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko führen.
  • Obwohl Lungenkrebs häufiger im höheren Alter diagnostiziert wird, kann er auch bei jüngeren Erwachsenen auftreten.
  • Menschen, die die Diagnose ‘Lungenkrebs’ bekommen, stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie alle anderen, die erfahren, dass sie Krebs haben.

Was Sie tun können

Die Tatsache, dass Sie an fortgeschrittenem Lungenkrebs erkrankt sind, ist belastend  und es kann schwierig sein, alle erhaltenen Informationen zu verarbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass Sie unmittelbar nach der Diagnose mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin sprechen, um Ihre Erkrankung und die nächsten Schritte zu verstehen.

Übernehmen Sie im Rahmen Ihrer Behandlung eine aktive Rolle:

  • Informieren Sie sich online oder in Büchern über Ihre Krebserkrankung und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
  • Holen Sie eine Zweitmeinung ein.
  • Treten Sie einer Krebs-Selbsthilfegruppe bei oder sprechen Sie mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Eine gute Kommunikation mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin hilft Ihnen und Ihren Angehörigen, informiert zu sein und Entscheidungen zu treffen.

Hier sind drei hilfreiche Tipps:

1

Notieren Sie sich vor Arztbesuchen eine Liste von Fragen, die Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin stellen möchten, oder verwenden Sie den herunterladbaren Gesprächsleitfaden.

2

Trauen Sie sich nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstehen oder unsicher sind, was Ihr Arzt/Ihre Ärztin oder die medizinische Fachperson sagt.

3

Bringen Sie jemanden zur Unterstützung mit. Eine Begleitperson kann zuhören und Notizen machen, während Sie mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin sprechen.

Fragen an Ihren Arzt/Ihre Ärztin

Warum wir kämpfen

In den letzten zehn Jahren wurden grosse Fortschritte bei der Behandlung des fortgeschrittenen Lungenkrebs gemacht, was zu mehr Überlebenden und mehr Hoffnung für diejenigen, die mit der Krankheit konfrontiert sind, geführt hat. Jeder Betroffene hat seinen eigenen Grund zu kämpfen, aber es ist wichtig, ihn zu kennen.

CH-NON-01276, 06/2021