Gesundheitsbewusstsein

Das Melanom (schwarzer Hautkrebs) besser verstehen: die Anzeichen, Symptome und Risikofaktoren

Das Melanom ist die schwerste Form von Hautkrebs und für die überwiegende Mehrheit der Hautkrebstodesfälle verantwortlich.

14. June 2021

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Was ist ein Melanom?

Das Melanom betrifft hauptsächlich ältere Menschen. Das Durchschnittsalter bei der Diagnose liegt bei 65 Jahren. Das Melanom ist jedoch auch eine der häufigsten Krebsarten bei jungen Erwachsenen, insbesondere bei Frauen.

In frühen Stadien kann das Melanom erfolgreich behandelt werden, aber nach der Metastasierung sinken die Überlebensraten deutlich. Obwohl neue Therapien die Prognose von Patienten mit metastasiertem Melanom stark verbessert haben, sprechen nicht alle auf diese Behandlungen an.

2’800

Die Schweiz hat die achthöchste Melanom-Inzidenzrate der Welt. Jährlich wird die Krankheit bei rund 2’800 Menschen diagnostiziert. Damit ist das Melanom die fünfthäufigste Krebsart und macht rund 7% aller Krebsfälle in der Schweiz aus.

324’600

Hautkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten der Welt und steht bei Männern an erster und bei Frauen an zweiter Stelle. Im Jahr 2020 wurden weltweit etwa 324’600 Melanom Hautkrebserkrankungen diagnostiziert, und die globale Inzidenz nimmt weiter zu.

Die Zahl der Erkrankungen steigt seit 30 Jahren

Über das Melanom

Das Melanom entsteht aus pigmentproduzierenden Zellen der Haut, den Melanozyten, und kann an jeder beliebigen Stelle der Haut auftreten. Melanome können unterschiedlich aussehen und sich über mehrere Monate oder Jahre entwickeln, auch aus bereits vorhandenen Muttermalen. Melanome erscheinen oft als dunkle bis schwarze Flecken, die flach oder erhaben sein können. Bei Männern beginnen sie eher am Rumpf (Brust und Rücken) und bei Frauen an den Beinen. Auch das Gesicht und der Hals sind häufig betroffen.

Anzeichen und Symptome

Ein neuer Fleck auf der Haut – einer, der sich in Grösse, Form oder Farbe verändert, oder einer, der anders aussieht – ist ein wichtiges Warnzeichen für ein Melanom. Die ABCDE-Regel beschreibt die Merkmale von Muttermalen, bei denen es sich um Melanome handeln kann, und ist eine hilfreiche Anleitung zur Überwachung von Hautveränderungen:

A für Asymmetrie

Die eine Hälfte eines Leberflecks oder Muttermals stimmt nicht mit der anderen überein.

B für Begrenzung

Die Ränder sind unregelmässig, ausgefranst, eingekerbt oder verschwommen.

C für Color (Farbe)

Die Farbe ist nicht überall gleich. Das Muttermal hat verschiedene Farben oder Schattierungen anderer Farben.

D für Durchmesser

Der Durchmesser ist grösser als 6 Millimeter. (Melanome können auch kleiner sein.)

E für Evolving (Entwicklung)

Das Muttermal verändert sich in Grösse, Form oder Farbe.

Jedes dieser Warnzeichen sollte mit einem Arzt besprochen werden, vor allem, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie ein Risiko für ein Melanom haben.

Risikofaktoren

  • Ultraviolettes (UV) Licht
  • Muttermale
  • Helle Haut, Sommersprossen und helles Haar
  • Familiengeschichte
  • Persönliche Vorgeschichte mit Melanom oder anderen Hautkrebsarten
  • Geschwächtes Immunsystem
  • höheres Alter
  • Geschlecht
  • Xeroderma pigmentosum (eine seltene Hauterkrankung, die die Fähigkeit der Haut zur Reparatur von DNA-Schäden beeinträchtigt)

Möglichkeiten zur Senkung des Risikos

Ein Melanom kann nicht vollständig verhindert werden, aber es gibt Möglichkeiten, das Risiko zu senken. Die beste Möglichkeit, das Risiko zu senken, ist der Schutz vor UV-Strahlen, z.B. durch Verzicht auf ein Sonnenbad im Freien und den Besuch von Solarien.

Hier sind einige Möglichkeiten zum Schutz Ihrer Haut und der Haut Ihrer Kinder:

Schatten suchen

Bleiben Sie zwischen 10.00 und 16.00 Uhr im Schatten.

Hut tragen

Tragen Sie einen breitkrempigen Hut, der Ihr Gesicht, Ihren Hals und Ihre Ohren schützt.

Körper bedecken

Wählen Sie eng gestrickte oder gewebte Kleidung und vermeiden Sie Hemden, durch die man hindurchsehen kann.

Sonnenschutz verwenden

Tragen Sie 30 Minuten vor der Sonnenexposition einen Sonnenschutz (SPF 50) auf. Cremen Sie Ihre Haut mehrmals täglich ein, wenn Sie schwimmen oder schwitzen.

Sonnenbrille tragen

Schützen Sie Ihre Augen und die empfindliche Haut um Ihre Augen herum. Wählen Sie eine Sonnenbrille, die sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen möglichst zu 100 Prozent blockiert.

UV-Index prüfen

Überprüfen Sie die UV-Strahlung der Sonne, bevor Sie das Haus verlassen, und schützen Sie Ihre Haut entsprechend.

CH-NON-00555, 06/2021