Lungenkrebs in der Schweiz: Fehlende Früherkennung kostet Leben

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24.08.2026 16:37 CEST

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Lungenkrebs in der Schweiz: Fehlende Früherkennung kostet Leben

Luzern, 24. August 2026 – Lungenkrebs, eine der häufigsten und die zugleich tödlichste Krebsart, wird in der Schweiz häufig erst spät diagnostiziert; mit erheblichen Folgen für die Überlebenschancen der Betroffenen.1,2 Hauptgrund dafür ist die unzureichend etablierte Früherkennung, durch die insbesondere Risikogruppen oft nicht rechtzeitig erreicht werden.3,4 Nach dem Welt-Lungenkrebs-Tag (World Lung Cancer Day) vom 1. August5 rückt der Weltlungentag (World Lung Day) am 25. September 20266 die Lungengesundheit insgesamt in den Fokus. MSD Schweiz (MSD Merck Sharp & Dohme AG), ein führendes biopharmazeutisches Unternehmen, nimmt die beiden internationalen Aktionstage zum Anlass, um auf die Bedeutung der Früherkennung von Lungenkrebs aufmerksam zu machen und Sensibilisierung, Prävention sowie einen besseren Zugang zur Früherkennung von Lungenkrebs zu fördern.

Lungenkrebs zählt in der Schweiz zu den häufigsten Krebsarten und ist gleichzeitig die häufigste krebsbedingte Todesursache.1,7,8 Jedes Jahr erkranken hierzulande gemäss der Krebsliga Schweiz rund 5’100 Menschen neu an Lungenkrebs, rund 3’300 Menschen sterben an den Folgen der Erkrankung.1,7,8 Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei über 70 Jahren.2

Diese Zahlen verdeutlichen die grosse medizinische und gesellschaftliche Bedeutung der Erkrankung. Gleichzeitig zeigen sie ein zentrales Problem: Lungenkrebs wird häufig erst dann diagnostiziert, wenn er bereits weit fortgeschritten ist; ein Zeitpunkt, zu dem sich die Behandlungsmöglichkeiten deutlich einschränken und die Prognose erheblich verschlechtert.3

Ärzteteam begutachtet Röntgenaufnahmen der Lunge eines Patienten zur Abklärung einer Lungenerkrankung

Abb. Lungenkrebs verursacht in frühen Stadien oft keine Symptome12 – umso wichtiger sind Früherkennungsprogramme (Bild: istock).

Verspätete Diagnose: wesentlicher Grund für schlechte Prognose bei Lungenkrebs9-11

Studien aus den USA, Kanada, den Niederlanden und Belgien konnten zeigen, dass die Durchführung eines Früherkennungsprogramms die Lungenkrebssterblichkeit bei Hochrisiko-Patientinnen und -Patienten (wie starke Raucherinnen und Raucher, aktuell oder Ex-Raucherinnen und -Raucher) signifikant senken kann.

Früherkennung ist entscheidend

Ein wesentlicher Grund für die späte Diagnose liegt darin, dass Lungenkrebs im frühen Stadium oft keine klaren oder nur unspezifische Symptome verursacht. Beschwerden wie anhaltender Husten, Atemnot oder Gewichtsverlust treten häufig erst in späteren Krankheitsphasen auf.3,4 Dadurch verstreicht wertvolle Zeit. Fachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen betonen, dass die Heilungschancen deutlich steigen, wenn Lungenkrebs früh erkannt wird.3,4

Kein strukturiertes Lungenkrebs-Screening in der Schweiz

Trotz dieser klaren Evidenz existiert in der Schweiz derzeit kein flächendeckendes, strukturiertes Angebot zur Früherkennung von Lungenkrebs.13 Der Zugang zu Vorsorge und Abklärung ist nicht einheitlich geregelt und variiert zwischen den Kantonen teilweise stark. Damit unterscheidet sich die Situation deutlich von anderen Bereichen der Krebsfrüherkennung (wie etwa Brust- oder Darmkrebsscreenings), in denen organisierte Programme bestehen. Diese strukturellen Unterschiede tragen dazu bei, dass vieleErkrankungen erst spät erkannt werden. Eine gezielte und koordinierte Früherkennung, insbesondere für Personen mit erhöhtem Risiko, gilt daher als zentraler Ansatz, um die Überlebenschancen zu verbessern.

Die zentrale Herausforderung: Risikogruppen gezielt erreichen

Neben strukturellen Faktoren stellt die gezielte Ansprache von Risikogruppen eine zentrale Herausforderung dar. Besonders betroffen sind langjährige Raucherinnen und Raucher sowie ehemalige Rauchende, aber auch ältere Menschen.3,4 Gleichzeitig spielen Angehörige eine wichtige Rolle, da sie häufig den Anstoss geben, Symptome ernst zu nehmen und ärztlich abklären zu lassen.

In der Praxis zeigt sich zudem, dass viele Betroffene ihr persönliches Risiko unterschätzen oder sich nur ungern mit möglichen Krankheitsanzeichen auseinandersetzen. Fehlende Symptome, Unsicherheit oder Angst vor einer Diagnose führen dazu, dass medizinische Abklärungen oft hinausgezögert werden. Diese Faktoren erschweren eine frühzeitige Erkennung zusätzlich.

Auch neue Ansätze sind gefragt

Um diese Lücke zu schliessen, braucht es neben strukturellen Verbesserungen auch neue Wege, um Menschen frühzeitig zu erreichen und für mögliche Symptome zu sensibilisieren. Digitale Anwendungen können dabei eine ergänzende Rolle spielen, indem sie eine erste Orientierung bieten und die Aufmerksamkeit für Warnzeichen erhöhen (siehe Beispiel in der Infobox). Solche Angebote ersetzen keine ärztliche Diagnose, können jedoch dazu beitragen, Hemmschwellen abzubauen und den Weg zur medizinischen Abklärung zu erleichtern; insbesondere für Personen, die unsicher sind, wie sie ihre Symptome einordnen sollen.

Risikofaktoren und gesellschaftliche Wahrnehmung

Rauchen ist und bleibt der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs: Ein grosser Teil der Erkrankungen steht in direktem Zusammenhang mit Tabakkonsum.3,4 Aber auch Passivrauchen sowie weitere Umweltfaktoren (wie Umweltverschmutzung und Asbest) können zur Entstehung von Lungenkrebs beitragen.14

Dennoch hält sich in der Gesellschaft die Vorstellung, Lungenkrebs sei eine «selbst verschuldete» Erkrankung. Diese Stigmatisierung kann dazu führen, dass Betroffene Symptome verdrängen oder zögern, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine offene und sachliche Aufklärung ist deshalb zentral, um den Zugang zur Früherkennung zu verbessern.

Online-Lungencheck – digitale Unterstützung zur ersten Einschätzung von Symptomen15

Im Rahmen der Aufklärung zum Thema Lungenkrebs bietet MSD Schweiz einen Online-Lungencheck an. Das digitale Tool ist ein zertifiziertes Medizinprodukt und unterstützt Nutzerinnen und Nutzer bei der strukturierten Einschätzung von Symptomen.

  • Der Online-Lungencheck basiert auf einer KI-gestützten Symptomanalyse und zeigt mögliche Ursachen von Beschwerden auf. Dabei wird nicht nur Lungenkrebs berücksichtigt, sondern eine Bandbreite möglicher Erkrankungen.
  • Das Angebot richtet sich insbesondere an Personen, die unsicher sind, wie sie Symptome einordnen sollen, und kann eine erste Orientierung sein. Es ersetzt keine ärztliche Diagnose, kann jedoch dazu beitragen, mögliche Warnsignale frühzeitig zu erkennen und eine medizinische Abklärung anzustossen.
  • Der Online-Lungen-Check erkennt relevante Risikofaktoren (z.B. Rauchen) auch bei asymptomatischen Personen und empfiehlt eine ärztliche Abklärung. Wenn zusätzliche Symptome (auch milde oder unspezifische) angegeben werden, wird die klinische Abwägung dementsprechend angepasst.
  • Der Online-Lungencheck ist bis Ende August 2026 auf dem Patientenportal von MSD Schweiz verfügbar.

Link: Online-Lungencheck.

Weitere Informationen

Über MSD in der Schweiz

MSD, ein führendes biopharmazeutisches Unternehmen, beschäftigt in der Schweiz an drei Standorten über 1‘000 Mitarbeitende. Der Hauptsitz befindet sich in Luzern. Am Standort in Zürich im «The Circle» betreibt MSD einen globalen Innovations- und Entwicklungs-Hub. Zudem stellen wir in Schachen (Kanton Luzern) Medikamente für weltweite klinische Studien her und unterhalten ein forensisches Labor. In der Schweiz allein führt MSD jährlich etwa 40 klinische Studien durch. Die Haupttherapiebereiche von MSD sind Onkologie, Infektionskrankheiten, kardiovaskuläre und kardiometabolische Erkrankungen. Wir verfügen auch über ein breites Portfolio an Impfstoffen zur Prävention von Krankheiten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und wir sind eines der führenden Unternehmen in der Veterinärmedizin. Darüber hinaus nehmen wir unsere Verantwortung für die lokale Gemeinschaft wahr und engagieren uns u.a. seit Jahren an den «Trendtagen Gesundheit Luzern» sowie in der «Allianz Gesundheitskompetenz».

Für weitere Informationen besuchen Sie uns bitte auf www.msd.ch, de.msd-animal-health.chwww.msd-gesundheit.ch, www.mymsd.ch und folgen Sie uns auf LinkedIn, Facebook und YouTube.

Sie finden diese und weitere Meldungen auf unserer Website im geschützten Bereich für Medienschaffende: https://www.msd.ch/de/home/news/

Medienkontakt

Referenzen

  1. Krebsliga Schweiz. Über Krebs. Zahlen und Fakten. Die häufigsten Krebsarten in der Schweiz. Stand: November 2025. Zuletzt eingesehen: August 2026.
  2. Bundesamt für Statistik (BFS) / Nationales Krebsmonitoring: Kennzahlen zu Lungenkrebs (Inzidenz, Mortalität, Alter). Zuletzt eingesehen: August 2026.
  3. Lungenliga Schweiz. Lungenkrebs: Lungenliga. Zuletzt eingesehen: August 2026.
  4. Krebsliga Schweiz. Was ist Lungenkrebs? Zuletzt eingesehen: August 2026.
  5. Lung Cancer Research Foundation®. Lung Cancer Day 2026. Zuletzt eingesehen: August 2026.
  6. Forum of International Respiratory Societies. World Lung Day 2026. Zuletzt eingesehen: August 2026.
  7. Nationale Krebsregistrierungsstelle. Die Krebsregistrierung kurz erklärt | NKRS Stand Juli 2026. Zuletzt eingesehen: August 2026.
  8. Bundesamt für Statistik. Krebs Bundesamt für Statistik BFS. Zuletzt eingesehen: August 2026.
  9. Aberle DR et al. Reduced lung-cancer mortality with low-dose computed tomographic screening. N Engl J Med 2011;365:395-409. DOI: 10.1056/NEJMoa1102873.
  10. McWilliams A et al. Probability of Cancer in Pulmonary Nodules Detected on First Screening CT. N Engl J Med 2013;369:910-919. DOI: 10.1056/NEJMoa1214726.
  11. de Koning HJ et al. Reduced Lung-Cancer Mortality with Volume CT Screening in a Randomized Trial. N Engl J Med. 2020 Feb 6;382(6):503-513. doi: 10.1056/NEJMoa1911793.
  12. Qian F et al. Screening for early stage lung cancer and its correlation with lung nodule detection. J Thorac Dis. 2018 Apr;10(Suppl 7):S846-S859. doi: 10.21037/jtd.2017.12.123.
  13. Krebsliga Schweiz. Krebsliga begrüsst Krebsliga begrüsst Empfehlungen zu Lungenkrebs-Screening. Zuletzt eingesehen: August 2026.
  14. Possenti I et al. Association between second-hand smoke exposure and lung cancer risk in never-smokers: a systematic review and meta-analysis. Eur Respir Rev. 2024 Nov 13;33(174):240077. doi: 10.1183/16000617.0077-2024.
  15. MSD Gesundheit: Lungen-Check online. Zuletzt eingesehen: August 2026

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